Bogenturnier zwischen Burg und Reben

Nach zwei Jahren Pause fand am Sonntag, den 1.9.2019, wieder das Bogenturnier „zwischen Burg und Reben“ des KKS-Sulzfeld e.V. statt. Wie früher, fuhren wieder viele Maulbronner Bogenschützen zum befreundeten Nachbarverein zur 9. Auflage des Turniers. 14 Maulbronner traten an und 8 landeten auf dem Treppchen. Somit war es wieder ein sehr erfolgreiches Turnier für die Klosterstädter.

Bei traumhaftem Spätsommerwetter fuhren wir um 7 Uhr los. Nach dem Aufbauen der Bögen und der Anmeldung hieß es „Einschießen“. Auf dem Trainingsplatz des KKS Sulzfeld konnte die Technik überprüft werden und an der Schießlinie war ein herzliches Wiedersehen vieler Bekannter mit denen seit Jahren Freundschaften bestehen. Nach dem Einschießen wurde bei Kaffee und belegten Brötchen gemeinsam gefrühstückt. Pünktlich um 9:30 Uhr begann die Begrüßung des Veranstalters mit einer obligatorischen Sicherheitseinweisung. Auch der sehr wichtige EU-Datenschutz wurde ausgiebig angesprochen. Dies war für uns auch neu.

Nach der Begrüßung gingen die einzelnen Gruppen zu ihrer jeweiligen Start-Station. Um 9:50 Uhr hieß es dann Start und alle ins Kill! Es galt ein Bison zu erlegen und zwar, während man auf einem Holzpferd sitzt. Einen laufenden Keiler und einen Alien mit leuchtenden Augen in der Burg Ravensburg zu stoppen und eine Rattenplage im Weinberg einzudämmen. Im Anschluss hieß es: Aufsitzen auf einem Traktoranhänger. Der Traktor zuckelte los und es mussten drei Tierattrappen im Vorbeifahren erwischt werden. Einige unserer Schützen hatten damit Probleme, da durch die Vibrationen des Hängers immer wieder der Pfeil von der Pfeilauflage hoppelte. Aber eine Gaudi war es allemal. Anschließend musste traditionell das Rotkäppchen vor dem bösen Wolf gerettet werden. Auf ein Krokodil im Sulzfelder Wald folgte eine große Wiese. Hier musste ein fliegender Falke, der an einer Schnur in ca. 8 m Höhe hing, getroffen werden. Darauf folgte der Cloud Schuss. Hierfür ist Sulzfeld berühmt und gefürchtet sogleich. In keinem anderen Turnier oder Wettkampf wird auf derart weite Distanz geschossen. Das Ziel, eine Fahne, war 165 m entfernt. Hier war mehr Glück als Können gefragt. Der Wind tat sein Übriges und so hatte fast kein Schütze mal einen Pfeil im 10 m Radius um die Fahne und somit 0 Punkte. Lediglich die Compound Schützen hatten hier Punkte. Für Sie war aus Sicherheitsgründen ein Alternativziel in Form einer 60 cm Scheibe bei 120 m aufgestellt worden. Hätte ein Compound Schütze den Cloud Schuss versucht, wäre der Pfeil nicht mehr auf der Wiese gelandet. Anschließend mussten noch Bären, Hirsche, Wildschweine und Schildkröten getroffen werden. Nach 8 km und 129 bewältigten Höhenmetern waren dann alle froh bei Schweinebraten und Pizza vor dem Schützenhaus die Füße ausruhen zu können. Bei netten Gesprächen über die 28 anspruchsvollen und sehr schön dekorierten Schüsse, verging die Zeit bis zur Siegerehrung wie im Flug.

Um 18:00 Uhr war es dann soweit. Hier die Ergebnisse unserer erfolgreichen Schützen im Einzelnen:

1. Platz Kinderwertung Mädchen: Emilia Combe
1. Platz Kinderwertung Jungen: Luca Combe
1. Platz Jugendwertung männlich ohne Visier: Yannick Riexinger
2. Platz Jugendwertung männlich mit Visier: Felix Bohn
1. Platz Erwachsene weiblich ohne Visier: Natascha Rose
2. Platz Erwachsene weiblich ohne Visier: Imeke Kasprowicz
2. Platz Erwachsene männlich ohne Visier: Björn Riexinger
3. Platz Erwachsene männlich mit Visier: Christian Combe

Wenn es dann im kommenden Jahr zur 10. Auflage des Turniers kommt, sind wir bestimmt alle wieder dabei. Es ist einfach ein schönes Turnier mit und bei Freunden.

Am 19.und 20. Oktober kommen dann viele Sulzfelder Bogenschützen zu uns nach Maulbronn auf das 11. Maulbronner „Goldener Oktober“ Turnier. Im Rahmenprogramm findet wieder unsere Blasrohrtombola statt. Hier können auch Noch-Nicht-Bogenschützen gerne teilnehmen. Wer also an diesem Wochenende noch nichts vorhat und sich Bogenschießen mal live ansehen will, ist herzlich ins Schützenhaus beim Sportzentrum eingeladen. Für das leibliche Wohl ist dort selbstverständlich auch für alle Besucher und Teilnehmer gesorgt.

Bericht: CC